Die ersten zehn Tage mit Schlüssel liegen hinter uns – und wow, es ist schon jetzt eine Reise.
Wir haben den Raum kennengelernt, Mängel gesammelt, Steckdosen und andere Punkte notiert, die noch fachmännisch geflickt werden müssen, Internet abgeklärt, Pläne angepasst, geputzt, gemalt und ganz viel organisiert.
Ein riesiger Meilenstein: Wir konnten Kaufverträge für unser Ladenmobiliar abschliessen – alles gebraucht. Und ehrlich? Es wird der Wahnsinn. Wir haben mehr zusammen, als wir uns bis zur Eröffnung erhofft hatten, und konnten das Budget sogar halten, beziehungsweise sind noch darunter. So bleibt noch etwas Luft für all das, was man garantiert irgendwo vergessen hat.
Wir sind unendlich dankbar für gebrauchte Einrichtung. So können wir mit hochwertigem, robustem Gewerbemobiliar starten, das wir uns neu niemals in dieser Qualität leisten könnten. Für uns bedeutet das: einmal kaufen und lange nutzen. Für die Umwelt bedeutet es: Dinge bleiben im Kreislauf, müssen nicht entsorgt werden und es muss nichts Neues produziert werden.
Auch der Plan hat sich nochmals verändert. Erst wenn man Räume wirklich fühlt, merkt man, was passt – und was eben nicht. Genau deshalb haben wir noch einmal umgedacht und angepasst.
Und dann: putzen. Viel putzen. Sehr viel putzen. Gerade die Böden erzählen Geschichten von jahrelang eingefressenem Dreck. Dazu wurde gemalt: erst einmal alles weiss. Die pastellgelbe Anfangs-Jahrtausendwende-Phase und das Neongrün dürfen gehen. Danach lassen wir den Raum wirken.
Unser Ziel ist nicht, im August mit dem für uns perfekten Geschäft zu starten. Phase eins soll richtig gut stehen: die Grundeinrichtung, die Basis, der Startpunkt. Alles andere darf mit uns wachsen. Charme braucht Zeit – und die passenden Schmuckstücke finden sich dann, wenn sie dran sind.
Jetzt heisst es: weiter putzen, weiter malen und unendlich viele Kilo Material abholen.
Es bleibt spannend.






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